24. Februar 2021

Temperaturmessungen der Erde aus dem All

Regelmäßige Kontrolle ist in der Wissenschaft absolut notwendig.

Dr. Maria Anna Martin vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) führt permanent Temperaturmessungen durch und geht dabei der Frage nach, welche Rolle die Wüste in Namibia und auch der Wald bei Bruchsal spielen. Am Donnerstag (4. März, 19 Uhr) hält Maria Anna Martin einen Online-Vortrag via Zoom, der zum Projekt und zur Reihe des KIT „Und was machst Du so?“ gehört und der in enger Kooperation mit der KLIMA ARENA durchgeführt wird.

Die Serie ist ein Gemeinschaftskunstwerk: Das KIT – Department Wissenschaftskommunikation und Academy for Responsible Research in Innovation in Teaching – hat dieses Format zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung – Competence Center Foresight, dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation und con gressa entwickelt. Das Projekt wird ferner durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung maßgeblich gefördert.

Wichtig ist eine hohe Qualität der Daten

Das Klima der Erde wandelt sich – und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen viele Daten, um diese Veränderungen zu verstehen. Satelliten, die um die Erde kreisen, liefern dazu wichtige Messungen – beispielsweise die Temperatur der Landoberfläche der Erde. Dieser Wert hängt von der Art der Oberflächenschicht ab, so ist etwa Gras kälter und Asphalt wärmer. Messungen vom Satelliten haben jedoch einen großen Nachteil: Einmal im Weltall, können die Forscherinnen und Forscher ihre Instrumente nicht mehr überprüfen. Regelmäßige Kontrolle ist aber unerlässlich, um eine hohe Qualität der Daten sicher zu stellen. Die einzige Möglichkeit zur Qualitätskontrolle ist, sie mit Messungen auf der Erde zu vergleichen.

Messstation, die speziell zur Kontrolle der satellitengemessenen Temperaturen von Landoberflächen aufgebaut wurdeMaria Anna Martin forscht dazu am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Spurengase und Fernerkundung (IMK-ASF) des KIT. Dafür betreibt das Institut seit über zehn Jahren eine Messstation, die speziell zur Kontrolle der satellitengemessenen Temperaturen von Landoberflächen aufgebaut wurde. Sie befindet sich mitten in der namibischen Wüste. Da auf Grund der Corona-Pandemie das Reisen zur Station gerade schwierig ist, starteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit kurzem ein zusätzliches Experiment: Messungen über dem Wald nahe des KIT-Standortes bei Bruchsal.

Menschen aus der „Nachbarschaft“

Wer wollte nicht schon einmal genauer wissen, was aus Menschen aus der „Nachbarschaft” eigentlich geworden ist? Womit sich Menschen beruflich beschäftigen, die zwar aus der gleichen Gegend kommen, aber doch einen anderen Weg eingeschlagen haben als man selbst?

Die genannte Veranstaltungsreihe gibt Gelegenheit dazu. Hier laden Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten, dazu ein, mit Interessierten und Teilnehmenden – im Moment digital – darüber zu sprechen, worüber und warum sie forschen und was das mit unser aller Leben zu tun hat. Maria Anna Martin wird offen und ungezwungen Antworten darauf geben.

Hinweis

Die Teilnahme am Online-Vortrag der Wissenschaftlerin Dr. Maria Anna Martin ist kostenlos. Eine Anmeldung erfolgt über einen Link des KIT.

Nebenbei interessieren die Veranstaltungspartner die Diskussionen auch aus wissenschaftlicher Sicht: Die geäußerten Fragen und Zukunftswünsche werden anonym dokumentiert und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT und des Fraunhofer-Instituts für System und Innovationsforschung ausgewertet.

Hier können Sie sich anmelden

Text:
KIT/jog

Bildnachweis:
Mast mit dem Messgerät www.imk-asf.kit.edu