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KLIMA ARENA: Drei Moore für den Themenpark

Die Eröffnung der Klima Arena in Sinsheim rückt immer näher. Und auch der Außenbereich nimmt Formen an: Vorige Woche wurden im Themenpark drei Modell-Moore angelegt.

Nach der Fertigstellung des Gebäudes und der Inneneinrichtung laufen an der Klima Arena die Arbeiten an den Außenanlagen auf Hochtouren. Die 14.000 Quadratmeter umfassende Außenausstellung wird nach der Eröffnung am 14. Oktober eine besondere und einzigartige Attraktion für die Besucher. In der Garten- und Erlebnisfläche rund um das Gebäude spielt der Bildungsaspekt eine entscheidende Rolle. Denn anhand konkreter, lebendiger Exponate lassen sich Aspekte des Klimawandels sehr verständlich darstellen.
In der vorigen Woche wurden drei Moor-Exponate im Außenbereich der Klima Arena angelegt. Dies geschah unter der Regie von Prof. Dr. Wolfram Kircher und einer Studentengruppe der in Bernburg ansässigen Hochschule Anhalt sowie der Mithilfe der Eppinger Firma Balena. „Man unterscheidet grundsätzlich zwei Typen: Hochmoore und Niedermoore. Hochmoore wachsen nach oben, werden auch Regenwassermoore genannt und haben den Anschluss an das Grundwasser verloren. Niedermoore sind mineralbodenabhängig, sie werden vom Boden gespeist. Bei Niedermooren unterscheiden wir noch einmal zwischen nährstoffarmen und nährstoffreichen Niedermooren. Wir haben in der Klima Arena beide Arten und ein Hochmoor angelegt“, beschrieb Prof. Dr. Kircher die verschiedenen Moor-Typen, die er und seine Studenten entstehen ließen.
Das Moor – über Jahrtausende gewachsen, in einem Jahrhundert fast zerstört. Etwa 90 Prozent der ursprünglichen Moor-Flächen in Deutschland sind verschwunden. Doch nicht nur die Landwirtschaft, auch der Klimawandel gefährdet die Moore. Die noch intakten Flächen sind in Baden-Württemberg mittlerweile streng geschützte Lebensräume. Dennoch verringert sich die Zahl noch immer. Denn je heißer und trockener es wird, desto weniger können sich Moore regenerieren und weiterwachsen. Der erhöhte Stickstoffeintrag durch Landwirtschaft, Industrie und Verkehr erschwert zudem die natürliche Funktion des Moors, Kohlendioxid zu binden. Vor allem Hochmoore sind in Baden-Württemberg durch Klimaänderungen gefährdet: 60 Prozent der heutigen Hochmoorflächen sind potenziell bedroht. Doch sie sind ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel: Moore nehmen nur drei Prozent der weltweiten Landoberfläche ein, speichern aber genau so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammen – die zehn Mal so viel Landfläche bedecken.
Tino Bräuchle von Eppinger Firma Balena erklärte den immensen Wert und Nutzen von Mooren: „Alle drei hier angelegten Moor-Typen sind hier regional vorhanden. Moore sind unglaubliche Wasserspeicher. Durch die landwirtschaftlich bedingte Trockenlegung vieler Flächen sind im 20. Jahrhundert riesige Moor-Flächen in Deutschland verschwunden. Sie sind aber ein wichtiger Faktor für Flora und Fauna. Das wird den Besuchern hier nähergebracht.“ Weitere Arbeiten an den Außenanlagen finden in den nächsten Wochen statt.

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