13. Juli 2021

Heute Lernen, Morgen Leben – U15 des FC Speyer 09 besucht die KLIMA ARENA in Sinsheim

Hitze, Unwetter und Gewitter: Die Nachrichten über die Folgen des menschengemachten Klimawandels reißen nicht ab. Das Weltklima ist aus den Fugen geraten und wir sind an einem Kipppunkt angelangt. Was wir unternehmen können, um auch noch in Zukunft auf der Erde leben zu können, erfährt die U15 des FC Speyer 09 bei einem Besuch in der Klima Arena in Sinsheim.

U15 des FC Speyer 09 in der KLIMA ARENA

Für die U15 hatte Anpfiff ins Leben-Koordinator Jan Kamuf etwas Besonderes geplant: „Wir wollen die Spieler darauf aufmerksam machen, was Klimawandel und Nachhaltigkeit bedeuten und welche Einflüsse es haben kann, wenn wir so weiterleben wie bisher, aber auch, wie wir diesem Klimawandel entgegenwirken können.“ Die Klima Arena erstreckt sich auf 26.000 Quadratmeter und bietet mit ihren interaktiven Stationen Besuchern die Möglichkeit, sich über klimarelevante Themen zu informieren, was die U15-Trainer Lukas Hahl und Moritz Gass begeistert. Gass: „Mir gefällt besonders, dass alles interaktiv gestaltet ist, dass man keine trockene Vorlesung bekommt, sondern alles selbst erleben kann, auch in seinem eigenen Tempo.“

Es gibt viel zu entdecken für die jungen Speyerer. In sechs Teams treten sie gegeneinander im Klima-Quiz an, was die Jungs des Anpfiff ins Leben-Partnervereins zusätzlich anspornt. Die Ökotrophologin Nina Wilhelmy führt die Jugendlichen in die Welt der Klima Arena ein und erklärt bei den Basics, wie unser CO₂-Ausstoß mit dem Klimawandel zusammenhängt. Für sie ist es konsequent, bei jungen Menschen anzusetzen: „Es ist wichtig, Jugendliche zu bilden, weil der Klimawandel ihre Zukunft bedeutet. Was wir jetzt machen, wird sich schon in den nächsten zehn bis 20 Jahren auswirken und dann sind die Kinder groß.

Im Alltag die Welt verbessern

Einkaufen im Klima-Supermarkt

Mit der Klima Arena verfolgt die Klimastiftung für Bürger das Ziel, die Besucher ihr eigenes Handeln reflektieren zu lassen und ihnen dabei viel mit auf dem Weg zu geben, wie Dr. Claudia Pfähler, zuständig für das Marketing und Kooperationen, erklärt: „Das Wichtigste ist, dass du in verschiedenen Vertiefungsebenen auf eine ganz pragmatische Art und Weise Grundlagenwissen zum Klimaschutz erarbeiten kannst und praktische Tipps für den Alltag bekommst.“ Die Ausstellung bietet verschiedene Themenbereiche, die den Fokus auf Grundlagen, Mobilität, Lebensstil und Konsum sowie Wohnen und Energie legen. „Die Bereiche sind eng verknüpft mit der Lebenswelt von uns allen.“

Nachwuchskicker David besucht den „Klima-Supermarkt“, eine Station im Bereich Lebensstil und Konsum: „Meine Aufgabe ist es hier, klimaneutral Essen einzukaufen, also weniger schädliche Produkte zu kaufen, mehr Bioprodukte und alles, was nachhaltig verarbeitet wird.“ An einem Bildschirm kann er sich vor dem Einkauf informieren, wie hoch der CO₂-Fußabdruck der Produkte ist. Wählt man die Mango, so erhält man die Information, dass diese Entscheidung schwer wiegt: 170 Gramm Kohlendioxidäquivalente pro 100 Gramm Lebensmittel. Also vielleicht doch lieber zu den Erdbeeren greifen, die im Vergleich dazu nur 30 Gramm aufweisen. Nina Wilhelmy hat drei einfache Tipps fürs Einkaufen: „Nichts einkaufen, was man nicht unbedingt braucht.“ Vieles könne man auch wiederverwenden, reparieren oder upcyclen. „Der nächste Tipp ist: Nichts einkaufen, was mit dem Flugzeug transportiert wird und der dritte Tipp ist: Weniger Fleisch essen.“

Ein Lern- und Erlebnisort für Jedermann

Gruppenbild der U 15 des FC Speyer 09 bei Ihrem Besuch in der KLIMA ARENA

Gruppenbild der U 15 des FC Speyer 09 bei Ihrem Besuch in der KLIMA ARENA

Die Klima Arena ist ein Spaß für Groß und Klein, wie Dr. Claudia Pfähler erklärt: „Wenn es um Lernen und Wissensvermittlung geht, liegt das ideale Startalter bei zehn Jahren. Wir haben aber auch tolle Angebote für Familien mit Kindern ab fünf Jahren. Jeder, der hier reinkommt, kann Dinge für sich entdecken und mit dem Wissen nach Hause gehen, dass alle etwas tun können, im Kleinen und auch im Großen.“

David kauft fertig ein, sein CO₂-Fußabdruck ist gering. Wie viele andere aus dem Team hat er sich schon vor dem Besuch für unser Klima interessiert und eingesetzt: „Ich war schon ein paar mal bei fridays for future und fahre auch mit dem Fahrrad zur Schule.“ Die Ausstellung hält er für die Aufklärung sinnvoll: „Ich würde meinen Freunden schon raten, hierher zu kommen, um mehr über den Klimawandel zu erfahren. Es gibt hier auch gute Animationen, die erklären, wie man klimaneutral leben kann. Mir gefällt das sehr.“